Gerade eben noch den Premium Young Designers Award in der Kategorie Womenswear abgeräumt und schon wird im Mercedes-Benz Fashion Week Berlin Studio präsentiert. Blame, das Label des Designerduos Sarah Büren und Sonja Hodzode, stellte heute seine aktuelle Herbst/Winter 2012 Kollektion mit dem Titel „Neon Sparkled Nights“ vor. Das Berliner Label steht vor allem für ausgefallenes und tragbares Design, welches Elemente aus High-Fashion und Streetwear mit Langlebigkeit vereint.

Bei der neuen Kollektion legte Blame besonders Wert auf die kleinen Besonderheiten. Ob tiefe Rückenausschnitte, raffinierte Blumen-Details, lederne Lasercut-Krägen oder aber großer Glas-Schmuck auf Strick. Dazu Midi-Röcke, seidene Blusen und taillierte Kleider. Key-Color der Kollektion ist dabei Neongelb. Ebenso griff die Installation im Studio das Neon-Thema anhand von kleinen leuchtenden Stäben zwischen den Models auf, sowie leuchtenden Neoncubes, die durch transparente Clutches schimmerten.

Zarte Blumendrucke treffen hier auf Grobstrick oder Wollstoffe. In kräftigem Magenta, zartem Altrosa, kühlem Grau oder cremigem Gelb werden hier Lieblingsstücke für jeden Tag und unterschiedlichste Gelegenheiten geschaffen. Die Kleidung ist feminin und doch nicht hauteng. Die Schnitte sind gerade und wirken doch nicht züchtig. Eine romantische Verspieltheit umschmeichelt die Kollektion, die dennoch zeitgemäß ist. Unterstrichen wird der Look durch die brav, am Hinterkopf gebundenen Dutts der Models und die rötlich geschminkten Augen.

Im Januar vor einem Jahr zeigte das Label noch bei den Designers Scouts und im Sommer wurde dann bereits auf der Berliner Modemesse Premium ausgestellt. Danach ging es steil aufwärts und Blame wurde zum Namen. Mit ihrem Label haben Sarah und Sonja eine Marke geschaffen, bei der Zeitlosigkeit und Detailverliebtheit im Vordergrund stehen. Um ihren Stil zu beschreiben, vergleicht ihn Designerin Sonja Hodzode mit dem anderer Berliner Designer. „Viel schlichtere Schnitte als die von Michael Sontag. Mehr Farben als Augustin Teboul und nicht so avantgardistisch wie Vladimir Karaleev.“


Fotos: Florian Wenningkamp // Schweiß & Herzblut