
Sie ist da. Endlich. Mit 270 Seiten, einer Auflage von 100.000 Stück und Sängerin Lana Del Rey auf dem Cover: Die erste deutsche Ausgabe des Interview Magazin. Pop-Art-Ikone Andy Warhol gründete 1969 die Zeitschrift und prägte damit eine neue Art der Magazinkultur. Der Preis liegt hier bei sechs Euro.
Die deutsche Ausgabe kommt jedoch nicht ganz an das Original heran. Das Problem der ersten deutschen Ausgabe ist jedoch weder der Inhalt, noch das Layout, sondern die hohen Erwartungen. Und auch weniger Werbung wäre wünschenswert. Inhaltlich fängt das Ganze langsam ab Seite 57 an. Außerdem würde mehr Mut zu zwei redaktionellen Seiten bei weitem nicht schaden.




Inhaltlich liefert der neue Titel eine Mischung aus Mode, Kunst, Musik und Film. Weitere Themen: Gerard Malanga, ehemaliger Mitarbeiter von Andy Warhol, zeigt 57 Prominente und Kreative, fotografiert in Berlin. Angelina Jolie im Gespräch mit Clint Eastwood. Starjournalistin Arianna Huffington interviewt Scarlett Johannsen. Die Schauspielerin Chloe Sevigny als Serienkiller. George Condo spricht mit Modedesigner Adam Kimmel.
Reichlich Lesestoff, unterhaltsam und zumeist leicht verdaulich. 30 Prozent stammen dabei aus der US-Ausgabe, der Rest ist selbst produziert. Am Ende ein Heft im Heft: Es erzählt die Geschichte von Andy Warhols Magazin-Klassiker, die vor über 40 Jahren begann, und ist gespickt mit Interviews, die Warhol selbst führte. Und in einem Making-of Video zeigt Jean Demery, wie das Magazin entstanden ist.






Fotos: Florian Wenningkamp // Schweiß & Herzblut







1 comment
Marcel says:
Jan 30, 2012
Gut zusammen gefasst und gibt auch in etwa meine Meinung dazu wieder. Ich hoffe, dass sich das Magazin entwickelt und seinen eigenen Stil findet, gern etwas mehr Berlin, etwas punkiger, vorlauter und radikaler als die Erstausgabe. Dennoch hatte ich Freude beim Lesen.