Seine Karriere als Fotograf begann, als seine Karriere als Raketeningenieur ein abruptes Ende nahm. Der KGB fand Aktaufnahmen seiner Frau und dies schien Grund genug zur Kündigung. An diesem Punkt verliebte Boris Mikhailov sich in die Fotografie. 1938 in Charkow geboren, hat der Ukrainer schon so manches fotografisches Experiment hinter sich. Bekannt für seine schonungslos authentischen Dokumentarfotos, testet er sich durch sämtliche Stilmittel und Fototechniken. Die festgehaltenen Eindrücke seiner unmittelbaren Umwelt, enthalten aber auch genügend humorvolle Momente.



Seit 2000 lebt Mikhailov nun in Berlin und besucht immer mal wieder seine Heimatstadt zum Fotografieren. Die Deutschen scheinen ihm immer noch fremd und verkniffen. Seine Fotografie hat ihm nicht nur Freunde gemacht, denn er wurde des Öfteren vom KGB vorgeladen und der ein oder andere Politiker hätte sicherlich einiges dafür getan, ihn aus dem Weg zu räumen.

Die Berlinische Galerie zeigt nun die erste umfassende Werkschau in Deutschland und lud daher am vergangenen Donnerstag zur Vernissage. Die Ausstellung „Time Is Out Of Joint“ ist vom 24.Februar bis 28. Mai 2012 in Berlin zu sehen.

Berlinische Galerie / Alte Jakobstraße 124-128 / 10969 Berlin

Fotos: Jirka Jansch