Julia Benz Portrait1 7 Fragen an die deutsche Malerin und Illustratorin Julia Benz

Julia Benz ist 26 Jahre alt und malt gerne große bunte Bilder. Nebenbei zeichnet und illustriert sie, studiert freie Kunst und bereitet hin und wieder eine Ausstellung vor. Vor ihrem ersten Kontakt mit der Malerei, hatte Julia weder großes Verständnis noch Lust darauf zu malen. Nach einer ersten sehr intensiven Auseinandersetzung, fing sie an mehr und mehr Begeisterung zu entwickeln. Derzeit kann sie noch nicht davon leben Malerin zu sein und somit arbeitet sie daran in einer der namenhaften Galerien gezeigt zu werden. Nach Ihrem morgendlichen Spaziergang mit dem Hund startet ihr meist langer Tag im Atelier, an dessen Ende sie versucht einen Blogbeitrag zu schreiben. Sie brennt darauf zu Malen, da es für sie mittlerweile eine Art natürliches Grundbedürfnis darstellt. Während ihres Studiums nutzte Julia jede freie Minute vor, während und nach den Vorlesungen, um im Atelier zu malen. Die größte Inspiration stellt für Sie der Alltag dar. Mittlerweile arbeitet Julia auch als Dozentin im Bereich Studienvorbereitung. Nach verschiedenen Stationen in ihrer Laufbahn in Köln, Bonn und Düsseldorf öffnete Julia uns nun die Pforten zu ihrem neuen Berliner Atelier und beantwortete uns einige Fragen.

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Wie würdest du deinen Stil beschreiben?
Bunt, laut, teilweise expressiv.

Welche Techniken benutzt du in deinen Arbeiten?
Ich arbeite mit Acryl- Ölfarben und Lack, der aus der Dose kommt. An Techniken nutze ich alles, was zwischen einer fein und sauber gemalten Figur und einfach hingerotzter Farbe passiert.
Auf der Leinwand male ich gerne Figuren, die sich in Abstraktion auflösen. Inhaltlich setze ich hauptsächlich die scheinbar einfachen, belanglosen Dinge des alltäglichen Lebens in Szene. Motive sind dabei Menschen und Tiere, die sich in überschaubaren, bzw. „unbelasteten“ Situationen befinden. Das können bewusst gewählte Situationen oder zufällige Zusammenkünfte sein. Der „richtige Moment“ wird fotografisch festgehalten, um eine möglichst unverfälschte Wiedergabe des Augenblicks zu erhalten. Fotografien dienen mir als kompositorischer Ausgangspunkt und fließen in meine Bilder mit ein. Dabei werden Fotovorlagen immer wieder in neue malerische Zusammenhänge gebracht.

Was gibt dir deine ständige Inspiration?
Der Alltag, meiner und der der Anderen.

Wie sieht ein normaler Arbeitstag von dir aus?
Ich versuche um 8 Uhr aufzustehen. Danach schnappe ich mir meinen Hund und wir sind erstmal für ne Stunde draußen. Das ist der beste Start in den Tag. Direkt vom Park aus geht es dann ins Atelier, welches ich vor 23 Uhr selten verlasse. Abends schreibe ich vielleicht noch einen kurzen Blogbeitrag und dann falle ich erschöpft ins Bett.
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Wo arbeitest du? Wie sieht dein Arbeitsplatz aus?
Der Ort nennt sich STU/DI/O, dort teile ich mir mit einem Fotografen, einer Malerin, einer Illustratorin und einer Designerin einen wunderschönen Raum.
Mein Arbeitsplatz besteht aus einer großen Wand, an der mehrere Leinwände hängen. Ich arbeite gerne parallel an mehreren Bildern. Weiter steht vielleicht schon eine Leinwand zur Grundierung parat. Ansonsten sind Farben und Pinsel auf zwei kleinen Tischen verteilt. Noch ist mein Arbeitsplatz sehr ordentlich, da ich erst vor kurzer Zeit hier eingezogen bin. Aber eigentlich finde ich das gerade auch ganz gut so.

Was würdest du machen wenn du keine Malerin wärst?
Wahrscheinlich wäre ich Kunstlehrerin und depressiv.

Wann bist du am produktivsten?
Wenn ich wenig von anderen Dingen abgelenkt bin, oder an etwas zu knabbern habe.

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Fotos: Juliabenz.de // Florian Wenningkamp