Olaf Hajek hat zwar schon unzählige Awards gewonnen, dennoch war er sich nicht zu schade uns aus dem Urlaub einige Fragen zu beantworten. Er zählt zu den wohl etabliertesten Illustratoren Deutschlands und arbeitet in verschiedensten Bereichen. Mittlerweile gibt es kaum ein Magazin was nicht schon mal mit einer Illustration von Olaf bestückt war. Sein Stil ist grundlegend sehr malerisch und durchzogen von einer Auseinandersetzung mit Folklore und Pop. Dies ist es, was uns an seinen Arbeiten so vertraut vorkommt aber dennoch mysteriös in den Bann zieht. Derzeit arbeitet er daran mehr Zeit in seine freien Arbeiten zu stecken und diese in Ausstellungen zu zeigen. Wenn bei dem Pensum noch Zeit bleibt, lädt er sehr gerne seine Freunde zum Essen ein.

Welche Techniken benutzt du in deinen Arbeiten? Wie würdest du deinen Stil beschreiben?
Als Illustrator bin ich natürlich thematisch von den Aufträgen abhängig. Aber gerade das ist ja das Spannende an der Illustration … die eigene Interpretation und Darstellung verschiedener Sachverhalte in meinem eigenem Stil. Dieser ist eine Mischung aus Folklore und Pop, eine Zersetzung der Grenzen zwischen Authentizität und südamerikanischer Folklore, Mythologie, Religion, Geschichte und Geographie.
Ich arbeite grundsätzlich malerisch mit Acryl auf Holz oder Pappe.

Was gibt dir deine ständige Inspiration?
Inspiration bekomme ich durch viele Quellen, Zeitschriften, Bücher, Ausstellungen, meine Reisen nach Südafrika oder New York. Ich bin auch ein leidenschaftlicher Sammler und liebe alles was mir eine eigene Geschichte erzählen kann.

Was wäre dein Lieblingsprojekt für die Zukunft?
Ich möchte mehr Ausstellungen machen und es wird dieses Jahr eine neue Monografie meiner Arbeiten beim Gestalten Verlag veröffentlicht…darauf freue ich mehr sehr!


Wie sieht ein normaler Arbeitstag von dir aus?
Ich bin ein Morgenmensch und liebe es früh im Atelier zu sein. Je nach Auftrag oder Projekt, arbeite ich an Skizzen für Auftraggeber und dann an der finalen Illustration oder entwickle Ideen für meine Ausstellungen.

Wo arbeitest du? Wie sieht dein Arbeitsplatz aus?
Ich habe ein Atelier im Erdgeschoß mit bodentiefen Fenster, dass ich mir seit über 10 Jahren mit dem Illustrator Martin Haake teile. Ich male am Tisch oder an der Staffelei.

Wo siehst du dich und deine Arbeit in 10 Jahren?
Ich kann nicht in die Zukunft schauen, aber ich kann die Weichen stellen und im Moment konzentriere ich mich mehr und mehr auf meine freien Arbeiten und Ausstellungen. Trotzdem empfinde ich die Illustration weiterhin als ein spannendes und vielfältiges Feld. Mit 7 internationalen Repräsentanten ist es immer wieder aufregend so unterschiedlichste Themenbereiche und Aufgaben zu bearbeiten.

Was machst du wenn du nicht gerade illustrierst?
Ich lade gerne Freunde zum Essen ein!

Fotos: Olaf Hajek