
Mit Kunstfiguren ist das ja so eine Sache: Niemand weiß woher sie kommen. Niemand weiß was sie wollen und man fragt sich, wieso man diese Gestalten verdient hat. Das Mutterschiff aller Kunstfiguren ist Lady Gaga. Alle 80′s Fans und Vollblut-Homos werden jetzt kreischen: Madonna… ! Für mich ist es trotzdem Lady Gaga.
Komische Dinge auf dem Kopf, gepaart mit einem perfekten, dennoch etwas furchtbar anmutendem Make-up und ein gezielt schockierendes Outfit. Ein bisschen Bunt hier, ein bisschen Haut da. Immer die neuesten Kreationen eines jeden Labels und die Dauerkarte für jede erdenkliche Front Row. Zudem besonders homofreundlich und eine Prise Fashion. Man muss nicht mal singen können. Oder ein Model sein. Man muss auch keinen Doktor in Vintage haben. Es reicht lediglich das Aushängeschild Fashion. In manchen Fällen reicht es sogar, wenn man sich auf das Berichten von Fashion spezialisiert und trotzdem beknackt aussieht.
Hauptsache eine ständige Präsenz in Bild und Ton und fertig ist die Kunstfigur. Übertreibt man die Gier nach Fashion, Parties und bunten Farben, passiert möglicherweise folgendes: Man nimmt das Mutterschiff Gaga als Basisteig. Fügt 100g des durchgeknallten Bryan Boy hinzu, plus 1Pfund schlechten Geschmacks Anna Dello Russos und die gefärbten Haarspitzen von Bonnie Strange, dann bekommt man mit etwas Glück – P’Trique.





Das Sh*t Fashion Girl ist das neue It-Girl der Modewelt und eine gelungene Parodie des US Komikers Patrick Pope. P’Trique bündelt alle Merkmale eines Fashion It-Girls aka Bloggers und haut sie uns gekonnt um die Ohren. Als würde sie uns allen den Spiegel vorhalten wollen, berichtet P’Trique exzentrisch über Modetrends, die neuesten Must-Haves und inszeniert sich als neusten Schatz des Who-is-Who der Modewelt. Ihre Youtube Videos sind Kult. Die Grazia widmete ihr bereits einen ausführlichen Bericht und spätestens Übermorgen ist sie wohl das neue Gesicht der Miu Miu Kampagne.
Eine natürliche, überfällige und mehr als amüsante Reaktion auf den derzeitigen Fashion- & Bloggerwahn. Eine Art Frankensteins Mode-Monster. Erschaffen aus den Essenzen von sich-zu-ernst-nehmenden Bloggern, aufgehübschten Front Row Tussis und der fehlenden Sympathifacette Anna Wintours. Zugegeben, P’Trique ist immer perfekt gestylt. Sie lebt die neuesten Trends der Catwalks und ihr Haarschnitt passt perfekt zum fein gekräuseltem Vollbart. Was mich aber am meisten überrascht und gleichzeitig erschüttert – sie glänzt mit einer erstaunlich fundierten Berichterstattung. P’Trique, C’est Chic!
Fotos: The Platform






