




Hinter Kolos Designs stecken Mikhail Bereslavski, der das Schmucklabel bereits 1998 gründete sowie Igor Didenko und Yekaterina Trofimova, die beide im Jahr 2002 dazu stießen. Also stellen wir heute kein Newcomer Label vor. Im Gegenteil, denn ausgewählte Stücke von Kolos Designs wurden schon im Costume Institute des Metropolitan Museum of Art gezeigt und auch die internationale Presse hat schon das ein oder andere Mal über die Designer aus Pennsylvania berichtet.
Für mich sind sie vor ein paar Tagen zum ersten Mal interessant geworden. In den USA reißen sich nämlich gerade alle um ein Teil von Kolos Designs. Und was in Hollywood total angesagt ist, bleibt bekanntermaßen auch uns nicht lange erspart. Denn wenn ich mir die Schmuckstücke so betrachte, weiß ich nicht, ob ich sie schön oder abstoßend finden soll. Doch so eklig sie dem einen erscheinen mögen, so genial erscheinen sie dem anderen.
In den relativ unspektakulären, wenn nicht sogar plumpen Grundformen der Armreifen, Ringe, Ketten und Manschettenknöpfen verstecken sich nämlich mitunter die wundersamsten Insekten, welche die Natur zu bieten hat. Bläulich schimmernde Maikäfer und andere leuchtenden Krabbeltiere verbergen sich hinter buntem Plastik und finden dort ihre letzte Ruhestätte. Dabei gibt es die schmucken Kreationen für etwa 20 bis 70 Euro ganz easy über Etsy oder Ebay zu erstehen.
Ich kann nicht abstreiten, dass ich die Armreifen schon spannend und irgendwie anziehend finde, aber nach reiflicher Überlegung sehe ich Insekten dann doch lieber im Frühling durch die Lüfte sausen, statt leblos an meinem Arm hängend. Woher die Designer die Hauptakteure für ihre Kollektionen bekommen, ist nicht klar und was Tierschützer dazu sagen, konnte ich auch nicht herausfinden, aber ich hoffe, dass wir demnächst nicht um unsere schillernden Brummer fürchten müssen…















