Die Norwegerin Esra Røise ist Illustratorin und arbeitet derzeit in Oslo in vielen verschiedenen Bereichen von Magazinen bis Werbung. Der größte Teil ihrer Projekte kommt allerdings aus dem Modebereich. Esra ist wahnsinnig froh darüber das ihre Arbeit als Illustratorin nicht nur ihre Miete bezahlt, sondern von Zeit zu Zeit auch ein paar Schuhe dransitzen. In Zukunft würde sie gerne noch direkter mit Modedesignern zusammen arbeiten und schlussendlich in New York leben. Derzeit arbeitet sie an einem Projekt mit einem britischen Magazin über das sie uns leider noch nichts erzählen darf. Wir hatten trotzdem das Glück ihr ein paar Fragen stellen zu dürfen.

Welche Techniken benutzt du in deinen Arbeiten?
Ich arbeite ganz traditionell mit Bleistift und Wasserfarben aber benutze auch digitale Techniken.

Wie würdest du deinen Stil beschreiben?
Ein klassisch, realistischer Stil gespickt mit unerwarteten Elementen vielleicht? Mein Stil wird oft als sehr weiblich beschrieben und ich glaube ich weiß wieso.

Wie sieht ein normaler Arbeitstag von dir aus?
Das beste daran freiberufliche Illustratorin zu sein ist, sich seinen eigenen Tag einteilen zu können. Wenn ich mir also einen ganzen Tag lang Ausstellungen anschauen will, dann kann ich das ohne Probleme machen. Normalerweise besteht mein Arbeitstag allerdings vor allem aus E-Mails beantworten, Kundenmeetings und irgendetwas zwischen 3-12 Stunden Zeichnen, je nachdem wie beschäftigt ich bin.

Wo arbeitest du? Wie sieht dein Arbeitsplatz aus?
Ich habe ein Büro, in dem ich eigentlich arbeite, aber die letzte Zeit arbeite ich von zu Hause aus. Mein Arbeitsplatz sieht aus wie meine Küche. Liegt wohl daran, dass es meine Küche ist.

Was würdest du machen wenn du keine Illustratorin wärst?
Wenn ich keine Illustratorin wäre, dann wäre ich Tättowiererin oder Konditorin. Ich liebe gute Kuchendekorationen.

Was treibt dich jeden Tag an?
Die Freiheit mein eigener Chef zu sein und mein eigenes Geld zu verdienen. Hinzu kommt die Freude mit den inspirierensten und interessantesten Menschen zusammen zu arbeiten. Ich kann mit dem, was ich am meisten liebe auf der ganzen Welt, Geld verdienen. Das an sich finde ich Antrieb genug.

Wann bist du am produktivsten?
Abends und spät nachts.

Fotos: Esra Røise