Raban Ruddigkeit lud zur Ausstellungseröffnung von Black’n'White in die Neon Chocolate Gallery. Dort angekommen erzählt er mir, dass er ganz nebenbei auch gerade seinen Geburtstag feiere. Raban scheint ein Mensch zu sein, der die Abwechslung liebt. Er ist Gestalter, Herausgeber, Blogger und Kunstsammler und so zeigte er heute einige Arbeiten aus seiner persönlichen Sammlung. Es hingen ausschließlich schwarz-weiße Arbeiten von der verschiedensten Künstler und Stilrichtungen. Unter anderem vertreten waren heute Boris Hoppek, Leo Namislow, Giulia Palambino, André Rösler, Rens Muis aber auch andere Fundstücke, die hier kurzerhand zur Kunst erklärt wurden.

Und auch wenn die Künstler wild gemixt sind, finden wir überwiegend figürliche Zeichnungen, von denen ein Großteil mit Tusche gezeichnet wurden. Zu den Zeichnungen gesellen sich im vorderen Teil zwei abstrakte Malereien, ein paar grafische Arbeiten und einige wenige Fotoarbeiten. Der insgesamte Duktus ist rau und dynamisch, wodurch eine Leichtigkeit entsteht, welche die Arbeiten sehr authentisch wirken lässt. Keine komplizierte Konzeptkunst, sondern einfache zugängliche Ideen auf Papier gebannt. Was jedoch nicht bedeuten soll, dass diesen Arbeiten die Tiefe fehlt.

Raban Ruddigkeit beschäftigt sich darüber hinaus auf seinem Blog freistil-online mit dem Thema Kunst und Illustration. Hier werden immer wieder neue Künstler und Projekte vorgestellt. Dem Einen oder Anderen dürfte auch die Buchreihe freistil was sagen, die ebenfalls von Raban herausgegeben wird. Eine sehr umfassende und interessante Sammlung an Illustratoren und Künstlern. Nachdem er viele Jahre in Werbeagenturen und Designagenturen verbracht hat, machte sich der vielfach ausgezeichnete Preisträger mit seinem eigenen Designbüro in Berlin selbstständig. Raban ist unter anderem Mitglied beim Art Directors Club und bei Create Berlin, aber vor allem war er heute ein sehr sympathischer Gastgeber. Die Ausstellung ist noch bis zum 24. Mai 2012 in der Neon Chocolate Gallery in der Lychener Straße 23 in Berlin-Prenzlauer Berg zu sehen.

Fotos: Florian Wenningkamp