„Rita, mach‘ schneller – der Flieger nach Palma geht doch in drei Stunden!“ Nein, mit dieser sommerlich-verschwitzten Szene hat das Berliner Label „Rita in Palma“ nun gar nichts am Hut. Eher mit einer Vielzahl an lobenden Artikeln der nationalen und internationalen Presse und dem Integrationspreis von unserer obersten Modekönigin, Bundeskanzlerin Angela Merkel. „Rita in Palma“ ist wahrlich ausgezeichnet – in vielerlei Hinsicht.

Und bevor wir es vergessen: Den Young Designer Award der Premium-Messe gab es für Ana Nuria Schmidt und Ann-Kathrin Carstensen gleich noch oben drauf. Das Besondere an „Rita in Palma“ ist das Offensichtliche: Avantgardistischer Häkelschmuck (Berliner Morgenpost) wird von türkischen  Frauen in Hand- wie Heimarbeit gefertigt. Es entstehen dadurch ausschließlich Unikate in feinster Qualität.

Zu den Anfängen (und den bereits bekannten Eckdaten nur so viel): Ana Nuria Schmidt und Ann-Kathrin Carstensen studierten Modedesign an der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft und gründeten 2010 ihr eigenes „Häkel“-Label namens „Rita in Palma“. Wichtig dabei: Eine bereits seit langem kultivierte, aber nahezu ausgestorbene Handarbeitstechnik mit modernem Design kombiniert.

Neben einem Schal (namens Zuhal) aus Baumwolle und Seide, der auch als Kopfbedeckung verwendet werden kann, bietet „Rita in Palma“ auch Söckchen mit feinster Spitze (Rita) an, die selbst zu High Heels prächtig kombiniert werden können. Neben Armbändchen und mancher Halskette (alle: Bonbon) sticht besonders Fatima heraus: Eine mit Gold überzogene Halskette mit einem gehäkelten Pendant, das an ein Plastron – eine breite Krawatte – erinnert. Spektakulär!

Als weiteres, ganz besonderes Accessoire bietet „Rita in Palma“ noch einen gehäkelten Kragen an, der nicht nur das Dekolleté bedenken respektive betonen kann, sondern auch den Hals und die obere Rückenpartie dezent, aber nachdrücklich bekleiden. Der Clou an allem übrigens: Alle Produkte können, wenn gewünscht, vom Kunden im Vorfeld der Anfertigung individuell zusammengestellt werden. Clever!

Schmidt und Carstensen planen schon für die Zukunft. Aus dem Atelier in Berlin-Neukölln soll mittelfristig eine eigene Häkelmanufaktur werden. Mit Auftragsarbeiten von anderen Designern. Dies soll, so die Idee, die Häklerinnen noch unabhängiger machen. Gute Idee, finden wir. Auch wenn klar ist: Der Erfolg von „Rita in Palma“ ist und bleibt vorprogrammiert.

Fotos: Rita in Palma