Auch diese Saison blieben sich die Designerinnen Sarah Büren und Sonja Hodzode treu und zeigten eine Kollektion, welche die Vision des Berliner Labels Blame mehr als gelungen interpretierte.  Mit „5 O`Clock Tea at Kew Gardens“, so der Titel für Frühjahr/Sommer 2013, zauberten die beiden Damen 20 Looks, die feminine zeitlose Eleganz mit detailverliebten Vintage-Elementen verbunden haben. Inspiriert von den Besuchen in den Londoner Royal Botanic Kew Gardens sowie der britischen Teekultur, entstanden so Stücke, die von strengen und klaren bis zu mädchenhaften Silhouetten reichen.

Hochwertige Stoffe wie Seide, Tweed und Baumwolle werden gekonnt durch Schnitte und Muster in Szene gesetzt und verstärken die edle Erscheinung. Monochrome Looks, die ganz in weiß gehalten sind und nur durch dezente schwarze Streifen unterbrochen werden, erinnern an Privatstunden beim Tennis. Brokat-ähnliche Stoffe an geschlitzten Bleistiftröcken an adlige Prunkgewänder. Passend dazu präsentierten die Models bei Blame mit einem sleeken Haarstyling und natürlichem Make-Up die Kollektion in stolzen Posen. Und doch überraschten die gezeigten Designs mit vielen Gegensätzen.

Tropische Blumenprints und fließende Stoffe nutzte das Designerduo als Gegensatz zu den strengen Silhouetten. Hinzu kommen mädchenhafte Hosenröcke, die bereits in Blames Herbst 2012/2013 Kollektion Beachtung finden. Tropfenförmige Rückenausschnitte bilden dagegen das Highlight der gerade geschnittenen Kleider. Mit Hilfe von kräftigen und warmen Farben transportierten die Start Your Fashion Business Finalisten so die Wärme und Schönheit der tropischen Flora nach Berlin und kreierten mit ihrer Schneiderkunst eine Kollektion, die wohl der englischen High Society und Alice im Wunderland gleichermaßen gefallen könnte. Wir sind zumindest entzückt.

Fotos: Mercedes-Benz Fashion Week