Die coolsten und aktuellsten Streetstyles findet man in New York, in London, in Paris oder in Mailand, nicht wahr? Mode-affine Bewohner, bekannte Gesichter, hippe Boutiquen und namenhafte Labels das assoziieren wir mit ebendiesen vermeintlichen Modemetropolen. Jeder, der sich halbwegs für Streetstyleblogs interessiert, kennt Facehunter oder weiß was mit Garance Doré anzufangen. Aber wieso? Was genau macht denn einen guten Streetstyle aus und gibt es nicht auch außerhalb der modischen Knotenpunkte Menschen mit einem gewissen Look?

Ein wenig ausgefallen, innovativ, kreativ und modern – so sollte ein guter Streetstyle für mich sein. Schade ist, dass man sich an dem Pariser Chic, dem Urban-Look aus New York oder dem Skandinavischen Minimalismus allmählich satt gesehen hat. Etwas Neues muss her, ganz nach dem Motto: Anderes Land, andere Inspiration! So here we go: Der Modeblog Wearabout aus Indien. Tolle Menschen, wunderschöne Farben, und dabei mal eben ganz andere Eindrücke und Looks aus der Sicht des Fotografen Manou, welcher uns so die Art Indiens ein wenig näher bringt.

Wer beim dem Staat in Südasien jetzt an rote Punkte auf der Stirn und Satinsaris in Regenbogenfarben denkt, hat weit gefehlt, denn modetechnisch haben es die Inder durchaus drauf: Zwischen Tradition und Moderne finden sich indische Schönheiten und modebewusste Männer, Europäische Trends, die neu interpretiert werden und allerhand Sinn für Geschmack. Man muss beinahe ein wenig aufpassen, dass die Freude über die neue Inspiration nicht vom Neid auf die tiefschwarzen Augen und sonnengeküsste Haut der Bewohner des Himalaya Landes überrollt wird. Nichtsdestotrotz ist Wearabout durchaus eine virtuelle Reise wert!

Fotos: Wearabout