Mit ein wenig Farbe die Welt verändern zu wollen, würden die meisten wohl als größenwahnsinnig oder geistesgestört erklären. Davon lassen sich die beiden Holländer Dre Urhahn (Journalist) und Jeroen Koolhaas (audio-visueller Designer und Illustrator) alias Haas&Hahn jedoch ganz und gar nicht aufhalten. Unter dem Motto „Challenge the Obvious“ ludt HUB Footwear nun letzte Woche in Berlin zum Screening des ersten Teils der Reihe von Dokumentationen ein, welche sich um das Zweiergespann und ihr soziales Kunstprojekt dreht. Alles begann in den Favelas von Rio de Janeiro. Fernab von Karneval und buntem Trubel wollten Haas und Hahn die Bewohner dazu motivieren, ihre Umwelt aktiv zu gestalten und ein neues Lebensgefühl zu erzeugen. Durch groß angelegte Kunstwerke, werden nicht nur Gebäude, sondern ganze Viertel aufgewertet. Am beeindruckendsten ist aber nicht mal vorrangig die optische Aufwertung, sondern die Veränderung der gesamten Stimmung, in den bemalten Bezirken.

Um die Kunstwerke zu realisieren werden ausschließlich Anwohner angeheuert und keine professionellen Handwerker importiert. Das bedeutet natürlich auch einige Probleme in der Zusammenarbeit, aber genau diese Idee liegt den beiden Köpfen des Projekts sehr am Herzen. Haas und Hahn haben wenig Interesse daran einfach nur Kunstwerke zu hinterlassen, denn der Grundgedanke des Projektes greift weitaus tiefer. Immer und immer wieder werden sie nach Zahlen und Statistiken gefragt, die eine Veränderung belegen können. Darauf können die beiden immer nur wieder antworten, dass die Art der Veränderung die hier passiert, nicht in Zahlen gemessen werden kann. Mittlerweile wandeln sich die einzelnen Kunstwerke sogar schon zu Sehenswürdigkeiten, die unter anderem der Christusstatue Konkurrenz machen. Nach dem großen Erfolg in Rio, arbeiten die beiden nun an ihrem zweiten Projekt im Ghetto von Philadelphia, mit dem gleichen Konzept.

Ohne Sponsoren kann ein solches Projekt jedoch nicht funktionieren und so trägt HUB Footwear einen wichtigen Teil dazu bei, eben dieses zu ermöglichen. Die beiden Gründer Huub van Boeckel und Tim Rompa versuchen sich in ihren Schuh-Kollektionen aus den verschiedensten Bereichen inspirieren zu lassen, um am Ende einen „sophisticated sneaker“ entstehen zu lassen. Eine Kombination aus Sport, Straße und Mode, soll den Träger der Sneaker dazu auffordern, mit seinem Umfeld in Verbindung zu treten. Unverwechselbar ist der Z-Stitch der Sneaker, der sich schon fast zum Markenzeichen entwickelt hat. Die Frühling/Sommer Kollektion 2013 bezieht ihre Inspiration von der Straße und den Subkulturen der Großstädte. HUB versucht das urbane Lebensgefühl einzufangen und somit ihren Sneakers ein Image zwischen Sportlichkeit, Eleganz und Rebellion zu verleihen.

Fotos: HUB                                                                                                                                                     [Sponsored Post]