Vicki King ist Mitte Zwanzig und studiert Fotografie an der University of the Arts London. Nachdem sie zu Anfang fast ausschließlich ihre Schwester fotografierte, beschäftigt sie sich heute immer mehr mit der Darstellung von Frauen in der Fotografie und dem Einfangen einer verzerrten Wirklichkeit. Vickis Bilder werden von einem Hauch Märchen umgeben und ziehen uns auf eine merkwürdig vertraute Weise an. Man befindet sich stets in einer Atmosphäre die angenehm und unbeschwert wirkt. Vicki selbst bemerkt, dass derzeit mehrere Fotografen in ihrem Umfeld mit einer ähnlichen Idee spielen eine zweite Realität abzubilden und glaubt dies sei eine Reaktion auf die Unzufriedenheit über die Dinge, die um einen herum passieren.

Die Fotos von Vicki King wirken sehr offen und ehrlich, was vor allem durch ein Zusammenspiel von analoger Fotografie und sehr sensibel ausgesuchter Szenerie entsteht. Die Situationen wirken greifbar und vertraut und man spürt automatisch eine Verbindung mit den dargestellten Personen. Die Akteure wirken allesamt vertieft in ihren Gedanken und umgeben von ihrer eigenen Realität. Zuletzt nannte Vicki die beiden Fotografinnen Francesca Woodman und Anne Brigman als großen Einfluss auf ihren ästhetischen Stil und ihre Art zu arbeiten. Sie ist beeindruckt davon, dass sie keine Angst davor haben offen über die Sehnsüchte von Frauen zu sprechen. Genau diesen Ausdruck von Sehnsucht und Freiheitsdrang findet man in den Arbeiten von Vicki wieder. Ebenfalls der Blog und das Flickr-Album von Fräulein King sind einen Blick wert.

Fotos: Vicki King