Die Zeichnungen und Malereien von Caroline Gaedechens bleiben hängen, weil sie zugleich morbid und niedlich sind. Die Hamburgerin beschäftigt sich inhaltlich sehr viel mit dem Thema Metamorphose und hat so schon ein Buch mit dem dem Titel „Shapeshifter“ herausgebracht. In dem Buch hat man die Möglichkeit in das skurrile Thema der Verwandlung und somit tief in eine Fantasiewelt abzutauchen. Man findet sich plötzlich zwischen Märchen und Art Brut wieder.

Die Arbeiten von Caroline wirken durch ihre Farbgebung auf den ersten Blick sehr leicht, haben aber durchaus einen sehr plakativen Charakter. Man taucht in eine Welt voller fremder Wesen und unbekannter Orte ein. Die Figuren erinnern zum Teil an Fabelwesen, die uns sofort dazu bringen eine Geschichte um sie herum zu erfinden. Der etwas kritzelige Strich erzeugt hierbei den leicht kindlichen und süßlichen Charakter der gezeigten Wesen und Szenerien. Auf diese Weise wird den Bildern mit durchaus morbiden Inhalten, die gesamte Finsternis entzogen.

Carolines Stil ist rau aber zugleich sehr weich. Während wir inhaltlich mit einer sehr absurden Welt konfrontiert werden, ist die Darstellung eher erzählerisch und wenig düster. Sie macht neugierig und regt an mehr herausfinden zu wollen. Ihre Arbeiten sind nahezu durchgängig schwarz/weiß und vor allem mit einem ehrlichen und schnellen Strich ausgeführt. Caroline selbst sieht sich sowohl als Illustratorin, als auch als Künstlerin, was man deutlich in ihrer Art zu Arbeiten und zu Denken merkt. Caroline kann aber nicht nur zeichnen und so findet man neben ihren Büchern, Zeichnungen und Malereien auch einige selbstgenähte Monster in ihrem Shop.

Fotos: Caroline Gaedechens