Der 1986 in Foggia geborene Agostino Iacurci versetzt uns ein ums andere Mal ins Staunen. Er ist ein italienischer Street Artist, der seit etwa 2008 überlebensgroße Figuren an ganze Hauswände malt. Seine Werke sind vom täglichen Leben inspiriert und haben einen gewissen Humor. Sein Stil ist hierbei sehr grafisch und reduziert auf monochrome Flächen. Verläufe und Effekte sucht man in seinen Bildern vergeblich. Einzig und allein aneinandergesetzte Formen ergeben seine riesigen Bilder. Seine Werke wirken sehr simpel, aber man erkennt einen klaren konzeptionellen und szenischen Gedanken im Gesamtaufbau. Jedes einzelne Bild erzählt uns eine Geschichte, wobei viele seiner Bilder ein wenig träumerisch wirken.
Die Charaktere wirken zum Teil, als befänden sie sich in einem leicht desillusioniertem Zustand oder einem luftleeren Raum. Sie wirken aber keineswegs traurig, sondern eher neutral und nachdenklich. Agostino schafft es durch seine flächigen Arbeiten, wunderbar die großen Hauswände einzunehmen und seine Arbeiten perfekt in Szene zu setzen. Immer wieder fragt man sich, wie Agostino es schafft in dieser enormen Größe, so exakte Arbeit abzuliefern. Steht er doch während des Malens auf einem Gerüst direkt vor der Wand und kann sich nur wage ausmalen, wie das Gesamtbild aussieht. So oder so erfreut er sich in vielen verschiedenen Kreisen immer größerer Beliebtheit.
Längst gefeiert in Street Art Kreisen, erfährt er mittlerweile immer größere Akzeptanz in der Kunstszene. Er bemalte bereits Universitäten, Krankenhäuser und wurde für ein ganz besonderes Projekt angefragt. Er verbrachte eine Weile mit den Insassen eines Gefängnisses, um mit ihnen gemeinsam an einem großen Bild im Innenhof des Hochsicherheitstrakts zu arbeiten. Agostino schafft es jedes mal aufs Neue, eine Wand in eine Seite aus einem Geschichtenbuch zu verwandeln. Seine Arbeiten wurden nun bereits weltweit in verschiedenen Ausstellungen gezeigt und auch Werbekunden wie Adidas finden Gefallen an seinen Arbeiten. Wir hoffen das Agostino noch ein paar kunstbegeisterte Hausbesitzer findet und beobachten den jungen Italiener, der derzeit zwischen Rom und Nürnberg pendelt, weiterhin gespannt.
Fotos: Agostino Iacurci




















1 comment
Bien Urbain says:
Mar 5, 2013
Agostino IACURCI was in France for BIEN URBAIN in september : http://www.bien-urbain.fr