Reformy_Polen_Underwear_Frauen_Mode_Swimwear_Warschau_Label_Lookbook_01

Dass Äußerlichkeiten und der erste visuelle Eindruck in unserer Gesellschaft einen enorm hohen Stellenwert haben, ist unabdingbar. Die Tatsache, dass sich die Mehrheit modetechnisch wahrscheinlich doch eher für das interessiert, was sie oben drüber trägt, als das, was sich unter den hübschen Fummeln verbirgt, mag damit zusammenhängen. Obwohl Unterwäsche immer wieder ein Thema in der Mode ist, hübsche Bustiers unter transparenten Tops eine ausgesprochen gute Figur machen und Abendkleider oftmals an ein Negligee erinnern, widmen wir uns dem „Unten drunter“ nie so intensiv und passioniert wie der Oberbekleidung.

Das polnische Label Reformy von Ewelina Maria Rosłaniec zeigt uns jedoch mit Bravur, dass Wäsche eigentlich längst einen anderen Stellenwert verdient hätte, denn die Designerin hinter Reformy entwirft „Unterwäsche, die gesehen werden muss“. Um die Wäsche ein Stück weit mehr in den Fokus des Alltages zu integrieren, übernehmen die Stücke aus Warschau gleich zwei Funktionen, denn sie können entweder als normale Wäsche oder als Bademode getragen werden.

Zweifelsohne sind die geometrischen Wäsche-Meisterwerke eigentlich viel zu schade, um damit nur tanzend vor dem heimischen Badezimmerspiegel zu stehen. Unter dem schlicht und ergreifenden Namen „9“ besteht die erste Kollektion aus einfachen Farben und ausgefallenen Schnitten, die sich zu Bodies oder eben Badeanzügen vereinen und Triangel-Bustiers kommen mit hoch geschnittenen Höschen daher. Und im polnischen Online Shop von Showroom gibt es gerade sogar stolze 31% Rabatt und die Teile schon für nicht mal 20 Euro. Also wenn ein tolles Design für einen granaten Preis kein Anstoß für den nächsten, wohl überlegten Wäschekauf ist, dann wissen wir auch nicht.

Fotos: Kasia Bielska